Wie Corona die Logistik des E-Commerce beeinflusst

Wie Corona die Logistik des E-Commerce beeinflusst

Die Zeit verfliegt und ehe man sich versieht, steht schon wieder Weihnachten vor der Tür und das ereignisreiche Jahr 2020 neigt sich dem Ende. ‘ENDLICH’ denkt sich wohl der eine oder andere, dessen Jahr nicht nur von erheblichen Einschränkungen, sondern auch von Existenznot geprägt war. Während viele Branchen als Verlierer aus der Corona-Krise gehen, gibt es wenige, die von der Ausnahmesituation sogar profitieren – so auch die Logistikbranche. Denn der Online-Versandhandel floriert aufgrund von Corona schon jetzt auf Vorweihnachtsniveau.

Neuer Personalbedarf in der Logistikbranche

Die Logistikbranche erlebte aufgrund der erhöhten Nachfrage im Online-Versandhandel in den letzten Monaten einen regelrechten Boom. So musste der Logistikdienstleister DHL ortsweise seinen Personalbestand kurzfristig aufstocken, um das erhöhte Lieferaufkommen, insbesondere zu Zeiten des Lockdowns, stemmen zu können. Selbst jetzt liege man immernoch über dem üblichen Vorweihnachtsniveau.
Anders in der von der Pandemie hart getroffenen Gastronomie: Kurzarbeit und Entlassungen treiben Köche und Servicekräfte dazu, sich auf Jobs bei Logistikern zu bewerben, um sich eine neue lukrative Perspektive zu schaffen und ihre finanziellen Einbußen zu kompensieren. Keine schlechte Wahl, denn schleichte den Logistikern einst noch ein bitterer Ruf mit, gelten sie heute als Helden der Krise und bekommen mehr Anerkennung als zuvor.

Einbußen im B2B-Geschäft

Doch der vermeintliche Boom kann trügen: zwar ist die Nachfrage nach Online-Produkten coronabedingt im Privatkundenmarkt gestiegen, die Rückgänge im B2B-Geschäft sind allerdings deutlich spürbar. Während im Jahr 2019 die Geschäftssendungen noch fast die Hälfte des gesamten Lieferaufkommens ausmachten, stehen Produktionen und Industriebetriebe in 2020 still; Bestellungen des Einzelhandels bleiben aus. Auch der Bedarf an Logistikflächen ist im B2B-Bereich seitens der Industrie- und Herstellungsbetriebe aufgrund starker Absatz- und Exporteinbrüche im Jahr 2020 deutlich zurückgegangen. Der Anteil der benötigten Flächen im Online-Handel nahm aufgrund des verstärkten Online-Konsums hingegen zu, wodurch die Einbußen im Umsatz der B2B-Logistikflächen jedoch nicht kompensiert werden können. Damit ist der Logistiksektor auch für die Immobilienbranche eine wichtige Säule.

Mehr Druck durch Endverbraucher

Hinzu kommt auch die Tatsache, dass immer mehr Konsumenten großen Wert auf die Nennung eines genauen Lieferzeitpunkts legen, bevor sie eine Bestellung abschließen – anderenfalls brechen sie den Kauf ab, was den Druck auf die Logistikbranche zusätzlich erhöht. Denn dies ist nur möglich, wenn Logistiker ihre Lieferketten im Zuge des “Internets der Dinge” vernetzen und volle Transparenz über Warenbewegungen schaffen. So können sich Lieferzeiten exakter bestimmen lassen und durch eine Automatisierung von Prozessen kann auf Nachfrageschwankungen elastischer reagiert werden. Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern macht Produkte für Unternehmen und Verbraucher bis zur Erzeugung zurück verfolgbar.

Fazit

Corona hatte wesentlichen Einfluss auf die Logistik im E-Commerce. Neben dem Vorantreiben notwendiger Digitalisierungen, ist eine deutliche Verlagerung der Nachfrage zu erkennen: Während das B2C-Geschäft boomt, ging das B2B-Geschäft zurück. Doch der Online-Versandhandel erlebte in den letzten Jahren ohnehin einen stetigen Zuwachs, welcher mit Corona als zusätzlichen Beschleuniger auch weiterhin zunehmen wird. Dementsprechend wird in der Logistik immer mehr Personal benötigt.

 

Beitragsbild: ©wavebreakmedia, shutterstock.com / ©athree23, pixabay.com

 

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